Ernst und Friedrich Georg Jünger-Gesellschaft e.V. | 17. Tagung, April 2017
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17. Tagung, April 2017

 

Ernst Jüngers „Auf den Marmorklippen“ –

eine literarische Auseinandersetzung mit dem NS-Regime

 

Kloster Heiligkreuztal, 7. – 9. April 2017

 

Die 17. Tagung im Spiegel der Medien:

Bericht von Simon Strauss, FAZ 12.4.2017
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Bericht von Felix Dirsch, Die Tagespost 18.4.2017
http://www.die-tagespost.de/feuilleton/Literarische-Stimme-des-Widerstands;art310,177882

 

Freitag, 7. April
20.00    Eröffnung des Symposiums, Alexander Pschera und Thomas Bantle
20.15     Hans-Dieter Schäfer, Ernst Jünger und die literarische Moderne im „Dritten Reich“
21.30     Umtrunk

 

Samstag, 8. April
09.00    Siegfried Lokatis, Ernst Jüngers „Marmorklippen“ und die Hanseatische Verlagsanstalt
10.00    Detlev Schöttker, Wer ist Otho? Zur Rolle Brasiliens in den Marmorklippen
11.00     Kaffeepause
11.30     Michael Großheim, „Attentate sind Scheinlösungen“. Ernst Jünger und der Widerstand
12.30     Mittagspause
14.00     Francois Poncet, Das Hohe Lied des Kalks – Gesteinsmetamorphosen bei Ernst Jünger
15.00     Ulrich Fröschle, Poesie in schwierigen Zeiten. Die Brüder Jünger in den 30er Jahren –
Dazwischen: Michael König liest FG Jünger, Der Mohn

16.00     Kaffepause
17.00     Mitgliederversammlung
20 Uhr  Abendveranstaltung:  Helmuth Kiesel, Auf den Marmorklippen – die kritische Edition: ein Ausblick; Michael König (Burgtheater, Wien) liest aus den „Marmorklippen“

 

Sonntag, 9. April
9.30     Karin Tebben, Ikonographien eines intellektuellen Kriegers. Rudolf Schlichters Jünger-Portraits
. Rudolf 10.30   Matthias Schöning, Kunst der Perspektive. Erzählen und Implizieren in Jüngers „Auf den Marmorklippen“
11.45   Besuch des Jünger-Hauses
13.00   Mittagessen
Ausklang: Mokka im Stauffenberg’schen Schloß, Wilflingen

 

Die Anmeldung zum Symposium erfolgt durch eine E-Mail an das Sekretariat und die Einzahlung der Teilnahmegebühr von 90 € pro Person für Mitglieder (120 € für Nichtmitglieder) auf das Konto IBAN: DE75 65450070 0007 6932 90 bei der Kreissparkasse Biberach SWIFT-BIC: SBCRDE66.

 

Die Referenten:

 

Ulrich Fröschle, Dr., lehrt als Privatdozent an der TU Dresden im Institut für Germanistik Neuere deutsche Literatur und Kulturgeschichte. Forschungsinteressen: Kulturgeschichte der Führung, Literatur- und Filmgeschichte. Studium der Neueren deutschen Literatur, der neueren deutschen Geschichte, der Geschichte Ost- und Südosteuropas sowie der Slawistik in München und Dresden, Promotion 2006, Habilitation 2011.

Michael Großheim geb. 1962; Studium der Philosophie, Geschichte und Literaturwissenschaft in Kiel;  Magister 1991; Promotion 1993; Habilitation 2000; 1993 Fakultätspreis für die Dissertation; 1995-1997 DFG-Habilitationsstipendium; Lehrstuhlvertretungen in Freiburg und Rostock 2001-2006; seit 2006 Inhaber der Hermann Schmitz-Stiftungsprofessur für phänomenologische Philosophie an der Universität Rostock. Arbeitsgebiete: Phänomenologie, Anthropologie, Existenzphilosophie, Kulturphilosophie

Helmuth Kiesel, Dr. phil., Jahrgang 1947, studierte in Tübingen Germanistik und Geschichte, habilitierte sich 1984 mit einer Arbeit über Alfred Döblins Exil- und Spätwerk und war von 1990 bis 2015 Inhaber des Lehrstuhls für Neuere deutsche Literaturgeschichte (Schwerpunkt 20. Jahrhundert) an der Universität Heidelberg. Er ist Verfasser einer „Geschichte der literarischen Moderne“ (München 2004: Beck) und einer Biographie Ernst Jüngers (München 2007: Siedler) sowie Herausgeber von Ernst Jüngers Kriegsbüchern. Eine umfangreiche „Geschichte der deutschsprachigen Literatur 1918-1933“ erscheint im Mai 2017 (München: Beck).

 

Foto: Dorothee Falke

Michael König  absolvierte seine Ausbildung auf der Otto-Falckenberg-Schule in München. Sein erstes Theaterengagement erhielt er 1966 an den Münchner Kammerspielen, dorthin kehrte er auch immer wieder zurück. Ab 1970 gehörte König zum Kern des Ensembles der Berliner Schaubühne. Er wirkte dort in zahlreichen Inszenierungen unter Peter Stein, Andrea Breth und anderen mit. Die Salzburger Festspiele waren 2002 eine weitere Station seiner Theaterkarriere. Michael König gehörte zum Ensemblemitglied des Burgtheaters. Zwischen den Theaterrollen spielte er mittlerweile in mehr als 50 Fernseh- und ungezählten Hörfunkproduktionen mit, darunter als Commissario Brunetti in den Hörspielfassungen der ersten Brunetti-Romane von Donna Leon. Daneben arbeitet er auch als Synchronsprecher. Michael König wurde mit dem Deutschen Bundesfilmpreis ausgezeichnet. Foto: Dorothee Falke.


Siegfried Lokatis, Jahrgang 1956, promovierte 1992 an der Ruhr-Universität Bochum bei Hans Mommsen mit der Schrift „Hanseatische Verlagsanstalt. Politisches Buchmarketing im `Dritten Reich´. Seit 1993 am ZZF Potsdam Forschungen zur Zensur- und Verlagsgeschichte der DDR, 2004 Habilitation an der Uni Potsdam („Der rote Faden. Kommunistische Parteigeschichte und Zensur unter Walter Ulbricht“, Weimar etc. 2003). Seit 2007 ist er Professor für Buchwissenschaft in Leipzig. Die leserfreundlichen Publikationen: Zensurspiele (mit Simone Barck), Halle 2008; Heimliche Leser in der DDR. Kontrolle und Verbreitung unerlaubter Literatur (Berlin 2008 hrsg. mit Ingrid Sonntag).

 


Francois Poncet, Studium der Germanistik und Altphilologie in Paris, 1970 Agregation im Fach Germanistik. Seit 1974 als wissenschaftlicher Assistent an der Sorbonne tätig, 1991 Privatdozent. 2012 emeritiert, seitdem Privatgelehrter. Promotion 1989 über Imaginative Dynamik bei Ernst Jünger. Zahlreiche Übersetzungen, Vorträge und Aufsätze über Ernst und Friedrich Georg Jünger, Johann Georg Hamann u. a. Veranstalter des ersten internationalen Gerhard Nebel-Kolloquiums in Paris 2008.

 


Hans Dieter Schäfer unterrichte von 1974 bis 2004 Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der Regensburger Universität. Große Beachtung fand sein Buch „Das gespaltene Bewußtsein. Über deutsche Kultur und Lebenswirklichkeit 1933-1945“, das 2009 in einer erweiterten Neuausgabe erschien. Neben Forschungsarbeiten zur Literatur- und Alltagsgeschichte veröffentlichte Schäfer mehrere Bände mit Gedichten und autobiographischer Prosa, zuletzt „Wiener Leben“ (2015) und „Hermann Lenz – Das Tagebuch aus dem Nachlaß“ (2016). Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz. www.hansdieterschaefer.de

 


Matthias Schöning, geb. 1969, PD Dr. phil., AOR für Neuere Deutsche Literatur und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität Konstanz. Arbeitsgebiete: Romantik inkl. Schiller; Literatur des 20. Jahrhunderts, insbes. Literatur in realgeschichtlichen Handlungszusammenhängen. Veröffentlichungen u.a.: Ernst Jünger-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung, Stuttgart/Weimar (Metzler) 2014; Ernst Jünger und die Bundesrepublik. Ästhetik – Politik – Zeitgeschichte, (Hg. mit Ingo Stöckmann), Berlin/Boston (de Gruyter) 2012; Versprengte Gemeinschaft. Kriegsroman und intellektuelle Mobilmachung in Deutschland 1914–33, Göttingen (Vandenhoeck & Ruprecht) 2009; jüngste Aufsätze: „Alfred Anderschs Die Kirschen der Freiheit: Literaturgeschichte im Plural“, in: Norman Ächtler (Hg.): Alfred Andersch. Engagierte Autorschaft im Literatursystem der Bundesrepublik. Stuttgart/Weimar (Metzler) 2016, 73-90; „Dimensionen der Referenz in Thomas Manns Doktor Faustus“, in: Axel Rüth/Michael Schwarze (Hgg.): Erfahrung und Referenz: Erzählte Geschichte im 20. Jahrhundert, Paderborn (Fink) 2016, 59-75.

 

Detlev Schöttker, geb. 1954, ist Professor für Neuere deutsche Literatur. Er leitet das DFG-Projekt „Korrespondenz und Nachleben. Ernst Jüngers Briefarchiv“ am Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin und lehrt an der Humboldt-Universität zu Berlin Literatur- und Mediengeschichte.  Er hat  Bücher und zahlreiche Aufsätze zur Literatur  des 20. Jahrhunderts sowie zur Literatur- Kultur- und Mediengeschichte verfasst. Zu Ernst Jünger veröffentlichte er u.a. den Band „Im Haus der Briefe. Autoren schreiben Ernst Jünger“ (Göttingen: Wallstein 2010), eine kommentierte Neuausgabe der „Atlantischen Fahrt“ ( Stuttgart: Klett-Cotta 2013) sowie Adnoten zu den Taschenbuch-Ausgaben der Werke Jüngers bei Klett-Cotta (mehrere  Bände  seit 2014).

 

Karin Tebben Dr. phil. habil. Karin Tebben ist Professorin für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Ihr Forschungsinteresse gilt der deutschen Literatur vom 18. bis 20.Jahrhundert, die sie mit Blick auf Inhalte und Methodenbenachbarter Disziplinen untersucht, z.B. Medizin/ Psychiatrie, Rechtswissenschaften, Theologie, Bildende Kunst. Einschlägige  Publikationen und Editionsprojekte, derzeit Max Nordaus „Zionistische Schriften“.